Sendungsbewusstsein

Kritische Auseinandersetzung mit den Medien

20.6.06

Die Explosion am Strand in Gaza in weiterer Untersuchung

Kaum eine Zeitung hat es versäumt, über die Meinung eines selbsternannten Experten der Organisation Human Rights Watch - Marc Garlasco - zu berichten. Es war sehr wichtig weiterzusagen, er glaube der vorliegenden Untersuchung der israelischen Armee nicht. Er analysierte Fundstücke, die ihm als vor Ort gefunden zugespielt wurden, ließ sich gerne freiwillig manipulieren, stellte sich vor Mikrophone und redete. Und das war "wichtig".

Das Blatt hat sich nun gewendet:

Nach der gemeinsamen Sitzung, an der sich Vertreter der israelischen Armee und der HRW beteiligten, wurde verkündet:

the Human Rights Watch conceded Monday night for the first time since the incident that it could not contradict the IDF's exonerating findings. On Monday, Maj.-Gen. Meir Klifi - head of the IDF inquiry commission that cleared the IDF of responsibility for the blast - met with Marc Garlasco, a military expert from the HRW who had last week claimed that the blast was caused by an IDF artillery shell. Following the three-hour meeting, described by both sides as cordial and pleasant, Garlasco praised the IDF's professional investigation into the blast, which he said was most likely caused by unexploded Israeli ordnance left laying on the beach, a possibility also raised by Klifi and his team.
Garlasco und seine HRW haben also akzepziert, dass nur 6 Raketen abgeschossen wurden und alle vor der Explosion. Dass die Explosion nicht durch den israelischen Beschuss verursacht wurde.

Ich bin sehr gespannt, ob diese Nachricht in den selben Medien genauso groß gegeben wird, wie die vorherige.

Nebenbei bemerkt, Garlascos neue Version - von dem frei liegenden Geschoss aus Israel, das einfach so vor sich hin am Strand liegt und dann plötzlich sieben Menschen tötet, ist auch nicht von schlechten Eltern. Aber hier, wie auch bei der Untersuchung der inszenierten Aufnahmen: Zuerst mal abwarten.

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